In allen Klassenzimmern wurde in den letzten Monaten fleißig gesät, gegossen, pikiert, gepflanzt, geforscht, beobachtet und dokumentiert. So zogen die Schülerinnen und Schüler in ihren kleinen Gewächshäusern Pflanzen für den Glockengarten vor. Täglich schauten sie aufgeregt nach, ob die zarten Keimlinge und jungen Pflanzen noch genügend Licht, Wasser und Luft hatten.
Experimente wurden gemacht und spannenden Forschungsfrage nachgegangen:
„Wie wächst die Pflanze im Licht und wie im Schatten?“
„Wächst Kresse am besten auf Watte oder Erde?“
„Warum drehen die Pflanzen sich immer wieder in Richtung des Fensters?“
„Wächst unser Rukola besser drinnen oder draußen?“
Tomaten- und Kürbispflanzen, Mais, Rukola, Kräuter, Kapuzinerkresse und Radieschen wurden mit Begeisterung im Klassenzimmer gepflegt, bis sie nach draußen auf den Hof gepflanzt wurden.
Endlich wuchsen zahlreiche Pflanzen in den Bäckerkisten. Auch in den Pausen schauten die Kinder, ob es den Pflanzen gut geht, gossen sie und erklärten sich gegenseitig, was dort so wächst.
Doch eines Tages war die Empörung groß: Übers Wochenende wurden drei blaue Pflanzkästen umgeworfen, Blumenzwiebeln aus der Erde entfernt und alle jungen Pflanzen aus den Kästen auf den Boden geworfen.
Die Kinder und das Kollegium waren fassungslos und malten und schrieben Schilder zum Protest.
Alle beschlossen, nicht aufzugeben und neu vorzuziehen und anzupflanzen.
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