- Eine abwechslungsreiche Projektwoche und eine gelungene Präsentation.-
In der Zeit vom 16. bis zum 20. November veranstalteten wir eine Projektwoche zur Sprachvielfalt an unserer Schule. Unter dem Motto „Der kleine Eisbär spricht viele Sprachen“ arbeiteten Schüler und Lehrer in klassenübergreifenden Workshops. Kleine Theaterstücke wurden vorbereitet, Geschichten geschrieben, Leinwände bemalt, Tipis gebastelt und Kekse gebacken. Bei allem wurden die Herkunftssprachen der Schüler oder ihrer Familien – aktuell sind es 24 Sprachen - einbezogen. Um das zu realisieren, wurden wir von vielen Eltern unterstützt. Für manche Schüler gab es während dieser Woche auch Hausaufgaben. Einzelne Sätze oder kurze Texte wurden mit Unterstützung der Eltern in eine andere Sprache übersetzt.
Am Freitagnachmittag, dem letzten Projekttag, war es dann so weit. Die Ergebnisse sollten präsentiert werden. Viele Eltern und andere Gäste waren unserer Einladung gefolgt, so dass die Aula brechend voll war. Wir erlebten eine tolle Veranstaltungseröffnung, bei der ein Chor das Publikum in diversen Sprachen begrüßte und mit Liedern und mehrsprachig vorgetragenen Texten erfreute.
Nach einer kurzen Begrüßungsrede entließ die Schulleiterin Frau Rugen alle Besucher in die unterschiedlichen Aufführungen. Ein Schattentheater, ein Stabpuppentheater, eine Lesung eigener Geschichten und die Vorstellung selbstgemalter und kommentierter Szenen aus einem Buch vom kleinen Eisbären standen zur Auswahl.
Wer einzelne Aufführungen nicht anschauen konnte, hatte Gelegenheit, alle Generalproben und noch weitere Einblicke in die Arbeit der zurückliegenden Woche in einem Film zu sehen, den unsere Referendarin zusammengestellt hatte.
Neben den terminierten Aufführungen gab es auch „Dauerausstellungen“. So konnte man sich in einem Klassenraum über das Leben der Inuit informieren. Neben umfangreichen Plakaten gab es auch nachgebaute Iglus und Tipis anzuschauen.
Die „Backgruppe“ verkaufte selbstgebackene Eisbärenkekse und präsentierte ihre mehrsprachigen Rezeptbücher. Alle Rezepte gab es zum Mitnehmen in polnischer, türkischer und deutscher Sprache.
Ein anderer Workshop gestaltete ein Buch über Eisbären und übersetzte den dazugehörigen Text in verschiedene Sprachen.
In der Lesehöhle konnte in zweisprachigen Bilderbüchern geschmökert werden. Diese neu angeschafften Bücher und auch Hörbücher bilden den Anfang einer mehrsprachigen Bücherei und können ab sofort von den Schülern ausgeliehen werden.
Zwischendurch konnte man sich in der Cafeteria an einem riesigen Büfett mit von Eltern selbstgebackenem Kuchen stärken.
Die Attraktion des Nachmittags aber war Lars der kleine Eisbär. Lebensgroß begleitete er Frau Rugen durch die Ausstellungen und war für jedes Foto zu haben.
Allen Eltern, die uns in dieser Woche so großartig unterstützt haben, vielen Dank.
Das Projekt, für dessen Durchführung wir viele Bücher angeschafft haben, wurde gefördert von der swb–Bildungsinitiative. Weitere finanzielle Unterstützung bekamen wir von Frau Fischer, einer ehemaligen Lesehelferin.